General Electric General Electric Handelsblatt Handelsblatt DHL DHL McDonalds McDonalds BearingPoint n-tv n-tv Energate Energate BMWI BMWI

23. Oktober 2014

Wir gratulieren den Siegern der Energy Awards!

Die Energy Awards sind verliehen! Die folgenden Projekte konnten sich durchsetzen:

 

-Gewerbliche Anlage: Alunorf
-Fortbewegungsmittel: Ubitricity
-Stadtwerk des Jahres: Allgäuer Überlandwerk
-Energie-Haus des Jahres: Plusenergie-Haus in Darmstadt
-Energie-Startup des Jahres: Next Kraftwerke

 

Der Sonderpreis als „Energizer des Jahres“ ging an Bertrand Piccard für sein Projekt Solar Impulse.

 

Die Preisverleihung fand in Berlin im Museum für Kommunikation statt, im Beisein von über 300 Gästen. Die Sieger wurden von den 200 Mitgliedern der Energy Academy ausgewählt. Jedes Academy-Mitglied konnte in den Wochen zuvor seinen Favoriten unter den Nominierten auswählen. Das Votum lief bis drei Tage vor der Preisverleihung - und blieb bis zur Energy Awards Gala geheim. Als die "Goldenen Umschläge" geöffnet wurden, kannten also weder die einfachen Mitglieder der Energy Academy die Sieger, noch die Vorstände. Und schon gar nicht die versammelten Nominierten. Jene in der Kategorie "Gewerbliche Anlage" mussten bis 18.44 Uhr warten, bis der Siegername bekanntgegeben wurde. Jene in der Kategorie "Energie-Startup" brauchten am meisten Geduld - bis 20.15 Uhr. Danach wurde gefeiert: Lang. Und intensiv.

 

Zum Bericht auf Handelsblatt - Online

 

Und hier ein paar Eindrücke des Abends:


2. Oktober 2014

Energy Awards 2014 - die Nominierten!

Es ist soweit: Nach einer bundesweiten Bewerbungsphase, der Analyse von zigtausend Bewerbungsseiten, vielen Besuchen vor Ort, der Erstellung und Diskussion von Dutzenden Dossiers, stehen nun die Nominierten für die Energy Awards 2014 fest. Sie lauten:

Kategorie „Gewerbliche Anlage“:
- Pflanzenkohle-Anlagenbauer Pyreg & benachbartes Spannbetonwerk
- Aluminiumwerk „Alunorf“
- Konditorei Lange
Beschreibung der Nominierten und Auswahlkriterien.

 

Kategorie „Fortbewegungsmittel“:
- Ubitricity
- Kick Trike
- The Mobility House
Beschreibung der Nominierten und Auswahlkriterien

 

Kategorie “Stadtwerk”:
- Allgäuer Überlandwerk
- HSE - HEAG Südhessische Energie
- Stadtwerke Rödental
Beschreibung der Nominierten und Auswahlkriterien.

 

Kategorie “Energie-Haus”:
- Passivhaus in Mannheim (Roland Matzig, Sanierung)
- Sunlighthouse in Pressbaum bei Wien (Juri Troy, Neubau)
- Plusenergiehaus in Darmstadt (Karsten Tichelmann, Sanierung)
Beschreibung der Nominierten und Auswahlkriterien.


Kategorie „Energie-Startup des Jahres“:
- Next Kraftwerke
- Sonnenbatterie
- Cloud & Head
Beschreibung der Nominierten und Auswahlkriterien.

 

Eben sind die Dreharbeiten bei den Nominierten abgeschlossen worden, durchgeführt vom Nachrichtensender N-TV. Die Kurzfilme werden am 23. Oktober in Berlin in festlichem Rahmen gezeigt, auf der Energy Awards Gala im Museum für Kommunikation.

In jeder Kategorie wird nach den Nominierten-Filmen ein „Goldener Umschlag“ geöffnet und der Name des Siegers verlesen. Wer gewinnt, weiß vorab keiner. Die Abstimmung dazu erfolgt in geheimer Wahl durch die Mitglieder der Energy Academy.

Wir bedanken uns bei den vielen Bewerbern!


25. September 2014

Brüssel-Reise zur Europäischen Kommission

„Kommen Sie doch mal einen Tag zu mir nach Brüssel und schauen sich an, wie wir so arbeiten“, hatte EU-Energiekommissar Günther Oettinger beim Austausch mit der Energy Academy Ende April in Berlin jovial in die Runde gerufen. Wir nahmen ihn und seine Einladung beim Wort. Einige Wochen (also gut: Monate), Anrufe und E-Mails später stand das Programm für einen solchen Vorort-Besuch in der EU-Hauptstadt. Es war dicht, es wurde uns als Privileg kommuniziert und es war auch eines. Denn Termine bei Direktoren der Generaldirektion Energie sind ein rares Gut, ebenso bei Mitgliedern des Kabinetts und beim EU-Kommissar selbst sowieso. Wir bekamen jedoch die Chance, diese Schlüsselpersonen der EU-Energiepolitik und Regulierung quasi im Stakkato-Takt zu treffen, geballt, an einem halben Tag. Der Termin: 24. September.

 

Es begann mit einem Mittagessen mit Mechthild Wörsdörfer, Direktorin für Energiepolitik, und Markus Schulte, Mitglied des Kabinetts des Energiekommissars. In der Direktion von Frau Wörsdörfer werden die langfristigen Ziele der EU-Energiepolitik analysiert und vorgeschlagen. Konkret geht es um Quoten für die Jahre 2030 und 2050 in Bezug auf Emissionsreduzierung, Energieeffizienz und erneuerbare Energie. Dass solche Quoten für den Umwelt- und Klimaschutz notwendig sind, mag jedem EU-Mitgliedsstaat klar sein. Doch die unterschiedlichen Traditionen im Energiemix und der wirtschaftlichen Entwicklung machen die Festlegung verbindlicher Ziele stets zu einer Herausforderung. Für den Weg zum Konsens arbeitet die Direktion oft mit Szenario-Analysen und Kosten-Nutzen-Rechnungen. Die Gratwanderung zwischen Kompromiss und Vision in der europäischen Energiepolitik stand im Zentrum unserer Diskussion mit Mechthild Wörsdörfer. Danach führte Markus Schulte seine Erfahrungen aus. Er kümmert sich im Kabinett um die Umsetzung eines Binnenmarktes in der europäischen Energiebranche.

 

Mit diesem Thema ging es auch nach dem Lunch weiter, im Gebäude der Generaldirektion Energie. Dort erwartete uns Klaus-Dieter Borchardt, zuständiger Direktor für den Binnenmarkt in der europäischen Energiebranche. Im Sinne der Prinzipien eines freien Waren- und Dienstleistungsverkehrs war die  Europäische Kommission treibende Kraft bei der Liberalisierung der Strom- und Gasmärkte. Doch die Arbeit ist längst nicht erledigt, wie Borchardts Direktion zeigt: Dort kümmern sich drei Abteilungen darum, dass die nationalen Energiemärkte auf unterschiedlichen Ebenen noch besser verzahnt werden – vom Energiehandel bis hin zum Endkundenmarkt. Paneuropäische „Stromautobahnen“ spielen dabei ebenso eine Rolle wie Smart Meter. Inge Bernaerts leitet eine dieser Abteilungen, jene für die Umsetzung eines Binnenmarktes für den Großhandel mit Strom und Gas. Die Belgierin gab uns einen Überblick über die aktuelle Situation und diskutierte mit uns anstehende Maßnahmen. Zwar sei die Handels- und damit Preiskoppelung für den Ein- und Verkauf zum nächsten Tag („Day Ahead“) bereits in 14 Mitgliedstaaten erreicht. Nun ging es aber darum, dass die europäischen Strombörsen ihre Systeme und Prozesse so aufeinander abstimmen, dass so eine paneuropäische Kopplung auch im „Intraday“-Handel verwirklicht wird.

 

Danach trafen wir Paul Hodson, Abteilungsleiter für Energieeffizienz. Die Diskussion mit dem Briten drehte sich rasch darum, warum gerade in diesem Bereich die Festlegung von Rahmenbedingungen so schwierig ist und was man machen könnte und sollte, um dieses komplexe Thema besser zu kommunizieren. Florian Ermacora, der den Nachmittag für uns organisiert hatte, fasste am Ende noch kurz die Arbeit der Generaldirektion zusammen – und betonte, dass er mit unserem unternehmerischen Think-Tank gerne im Austausch bleiben würde.

 

Beim gemeinsamen Abendessen im Stadtzentrum stieß Günther Oettinger zu uns und zog ein Resümee über seine Amtszeit als Energiekommissar. Als größte Errungenschaft dieser Zeit sieht er die 248 Infrastrukturprojekte, die die nationalen Energiemärkte besser vernetzten sollen und somit laut Kommissar wichtige Puzzlesteine hin zu einem Weg eines paneuropäischen Binnenmarktes sind. Die Projekte werden von der Kommission (mit-)finanziert und sollen bis 2020 umgesetzt sein. Oettinger zeigte sich überzeugt, dass er auch in seiner neuen Funktion als „Digitalkommissar“ noch den Bezug zur Energiebranche halten kann. Immerhin spielt auch dort die Digitalisierung eine große Rolle.

 

Folgende 20 Mitglieder der Energy Academy waren bei der Reise dabei: Klaus Breil (Consultant), Felix Ferlemann (IMX-Industriebeirat), Alois Flatz (Partner bei Zouk Capital), Frank Grunert (Regional Director für Europa und Lateinamerika, Bayer Material Science), Christian Heep (Vorstand beim Bundesverband eMobilität), Olaf Heil (Direktor bei RWE Innogy), Wilfried Köplin (Leiter Konzernenergiepolitik, Bayer), Dirk Lindgens (Geschäftsführer, Energate), Günter Nickel (Vorstandsvorsitzender, Kofler Energies), Christoph Ostermann (Gründer und Geschäftsführer, Sonnenbatterie), Carsten Petersdorff (Geschäftsführer, Ecofys), Kishore Pinpati (Geschäftsführer, Pinpoint Ventures), Thomas Raffeiner (Gründer und Geschäftsführer, The Mobility House), Jens Raschke (Partner und Leiter Utilities, BearingPoint), Stephan Reimelt (CEO von GE Energy Deutschland), Jochen Schwill (Gründer und Geschäftsführer, Next Kraftwerke), Kjartan Skaugvoll (Geschäftsführer, Cuculus), Günter Subklew (Forschungszentrum Jülich), Gregor Waldstein (Gründer und Geschäftsführer, Etogas) und Robin Welling (Geschäftsführer, TiSun).

 

Organigramm der Generaldirektion Energie bei der EU-Kommission

 

Impressionen unserer Brüssel-Reise


1. Juli 2014

Vorstandssitzung mit Handelsblatt-Gesprächen

Am 1. Juli fand in Hamburg eine Sitzung des Vorstands der Energy Academy statt, im Dockland-Building. Gastgeber der Sitzung war unser Vorstands-Mitglied Matthias Wendel von Dong Energy, dessen Mitarbeiter das Glück haben, in Hadi Teheranis augenfälligem Glasstufenbau direkt an der Elbe arbeiten zu dürfen. Dieses Glück – und den dazugehörigen Hafenblick – durften am 1. Juli unsere Vorstände genießen. Das Programm war dicht, trotzdem wurde Platz gemacht für zwei Fachgesprächs-Runden mit Redakteuren unseres Mitinitiators Handelsblatt.

Thema 1: „Kann aus der deutschen eine europäische Energiewende werden?“

„Deutschland hat als Energielabor viel geleistet und eine Leuchtturmfunktion in Europa“, hob Stephanie Schoss von Susi Partners die bisherigen Leistungen hervor. Doch Gonzague Dejouany, Geschäftsführer von EDF Deutschland, wies darauf hin, dass ohne die Nachbarländer die bisherige deutsche Energiewende kaum geklappt hätte. Und Stephan Reimelt, CEO von GE Energy, bezweifelt, dass das deutsche Modell ein Blaupause für andere Länder werden kann. Alois Flatz von Zouk Capital hat für die Bundesregierung deshalb einen Radikalvorschlag: Keine Förderung mehr für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, stattdessen ein Fokus auf Innovationen in der Energieeffizienz und bei neuen Speichersystemen – und entsprechend üppige Geldmittel dafür.

 
Die Zusammenfassung des Gesprächs durch Handelsblatt-Redakteur und Energy-Academy-Mitglied Georg Weishaupt finden Sie hier.

Thema 2: „Energiewende 2.0 – welche Weichen hin zu einer Welt der erneuerbaren Energie müssen jetzt gestellt werden?“

Jens Raschke, Partner bei Bearing Point, sieht die Weichen vor allem in Kurskorrekturen, augenfällig durch die jüngste Novellierung des EEG (Erneuerbare Energie Gesetz). Ob und inwieweit Deutschland richtig auf Kurs sei, war Streitpunkt zwischen den beiden „Vorstands-Georgs“ der Energy Academy - Georg Kofler, Gründer von Kofler Energies, und Georg Erdmann, Professor am Institut für Energietechnik an der TU Berlin. Fest stand aber für alle: In der Energiewende wird zukünftig noch viel Platz sein für neue „Player“. Doch deren „Spielwiesen“ werden weniger mit Energieerzeugung zu tun haben als vielmehr mit Vernetzung, also der Zusammenführung und dem Vertrieb des Stroms vieler kleiner Erzeuger. Da seien doch Unternehmen gefragt, die besonders große Erfahrung mit großen Datenmengen haben, meinte Raschke lachend zu seinem Vorstands-Kollegen Frank Schmidt, Leiter des Konzerngeschäftsfelds Energie der Deutschen Telekom.

Den Handelsblatt-Text zu diesem Gespräch finden Sie hier.

Berichterstattung in der Printausgabe im Handelsblatt vom 10.7.2014

Impressionen von der Vorstands-Sitzung bei Dong Energy in Hamburg


28. April 2014

Austausch mit EU-Energiekommissar Oettinger

Welchen Blick hat man auf die deutsche Energiewende, wenn man für die gesamte europäische Energiepolitik zuständig ist? Dies konnten Mitglieder der Energy Academy am 28. April in Berlin erfahren, bei einer Diskussion mit EU-Energiekommissar Günther Oettinger im Hotel Adlon.

 

Das Treffen war der Auftakt einer geplanten Serie von  „Kamingesprächen“ der Energy Academy, in denen namhafte Persönlichkeiten ihren persönlichen Zugang zur neuen Energie-Ära beschreiben und ihre Einschätzungen darlegen.

 

Oettinger äußerte sich im bewusst klein gehaltenen Kreis sehr offen und meinungsstark über sämtliche angesprochenen Themen. Er genoss sichtlich den fundierten Austausch.  „Ich finde Ihre Konfiguration sehr gut, die Mischung aus Wirtschaft, Forschung und Politik“, lobte der EU-Energiekommissar die Struktur und den Grundgedanken der Energy Academy. Auf die Frage, was er der Academy für zukünftige Aktivitäten empfehlen würde, meinte er: „Mit ihrem unternehmerischen und internationalen Ansatz liegen sie schon sehr richtig.“ Nach einem Blick in die Runde fiel dem Kommissar im Nachsatz aber doch ein Optimierungspunkt ein: Die Frauenquote. „Die Energy Academy braucht mehr von Ihnen“, rief er Vorstands-Mitglied Stephanie Schoss lächelnd zu. In der immer noch stark von Männern dominierten Energiebranche ist das gar nicht so einfach. Doch keine Sorge, Herr Kommissar: Wir arbeiten daran.

 

Am Ende lud Oettinger die Energy Academy ein, einen Tag bei seinem Team in Brüssel zu verbringen. Die Einladung werden wir bestimmt annehmen, vielen Dank!

 

Der Abend wurde von Academy-Chairman Stephan Reimelt (CEO, GE Energy Deutschland) moderiert und von Academy-Mitglied Frank Grunert (Regional Head, Bayer Material Science, Polyurethane) ermöglicht.

 

Berichterstattung im Handelsblatt

Berichterstattung bei Energate

Berichterstattung bei Energie & Management

 

Alle Bilder im Überblick


11. Februar 2014

Energy Academy sieht massiven Reformbedarf bei der Energiewende

PDF-Downloads

Bevölkerungsrepräsentative Umfrage zum Thema Energiewende

Meinungs-Barometer unter den Mitgliedern der Energy Academy

Energy Academy sieht massiven Reformbedarf bei der Energiewende

 

  • Repräsentative Umfrage in der Bevölkerung sowie Meinungs-Barometer bei Mitgliedern der Energy Academy – einem Think-Tank zur Energiewende: Beide Seiten stellen bisherigen politischen Weichenstellungen ein schlechtes Zeugnis aus.
  • Chairman der Energy Academy, Prof. Dr. Stephan Reimelt, besorgt über das aktuelle Stimmungstief: „Wir sind gerade dabei, die breite Unterstützung für die Energiewende zu verlieren.“
  • Entschlossene Reformpläne von Vize-Kanzler und „Energie-Minister“ Sigmar Gabriel zum Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) stoßen überwiegend auf gute Resonanz in der Branche.
  • Energy Academy setzt bewusst ein positives Zeichen, indem sie dieses Jahr Exzellenz-Projekte der Energiewende mit den Energy Awards kürt. Bewerbungsphase beginnt heute und läuft bis zum 5. Mai 2014. Preisverleihung im Herbst 2014.

 

Hamburg/Essen, 11. Februar 2014 – Zwei aktuelle Umfragen zeigen, dass sowohl die Bevölkerung Deutschlands als auch Branchenvertreter der Energiewirtschaft mit dem bisherigem Weg in Richtung erneuerbare Energien unzufrieden sind. In einer repräsentativen Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Toluna unter 1000 Bürgern im Auftrag der Energy Academy durchgeführt hat, finden weniger als ein Fünftel der Befragten, dass die Energiewende bislang gut umgesetzt wurde (18,25%). „Wir sind gerade dabei, die breite Unterstützung für die Energiewende zu verlieren. Wir müssen in der Bevölkerung wieder mehr Begeisterung für dieses große Projekt wecken“, sagt der Chairman der Energy Academy und CEO von GE Energy Germany, Prof. Dr. Stephan Reimelt.

 

Ähnlich das Stimmungsbild bei der Energy Academy, die vergangenes Jahr als unternehmerischer Think-Tank der Energiewende gegründet wurde und aus namhaften Unternehmern, Managern und Akademikern besteht, die sich mit erneuerbarer Energie und Energieeffizienz befassen. Hier antworteten bei einem Meinungs-Barometer auf die Frage, ob die  Energiewende bisher gut umgesetzt wurde, 83% mit Nein.

 

Dass  Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel nur wenige Wochen nach seinem Amtsantritt ein Eckpunktepapier zur Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes vorgestellt hat, wird entsprechend von fast drei Viertel der Academy-Mitglieder goutiert (73%). Auch als Person erhält Gabriel Vorschusslorbeeren: 63% der Panel-Teilnehmer sehen in ihm die richtige Besetzung für die Zukunft der Energiewende. Während das Eckpunktepapier, das unter anderem eine deutliche Reduzierung der Ökostrom-Förderungen vorsieht,  mehrheitlich als richtig und notwendig angesehen wird, sind die Meinungen geteilt, ob damit die ehrgeizigen Ziele der Bundesregierung erreicht werden können. Nur die Hälfte der Energy Academy Mitglieder glaubt, dass es bei einer gesetzlichen Umsetzung dieser Eckpunkte gelingt, im Jahr 2025 40-45% und im Jahr 2035 55-60% des Stromverbrauchs durch erneuerbare Energien abzudecken.

 

Während bei den Bürgern durch die Energiewende der Bezug zum Thema Strom steigt (knapp 30% kennen Leute, die selbst Strom erzeugen; über 80% wissen, wie hoch ihre Stromrechnung aus dem Vorjahr war), findet es nur ein Viertel der Befragten in Ordnung, dass durch die Förderung erneuerbarer Energien und den verfrühten Ausstieg aus der Atomkraft die Stromrechnung zuletzt teurer wurde.

 

Die Energy Academy vergibt im zweiten Jahr die Energy Awards, bei der sich Interessierte in fünf Kategorien von heute an (11. Februar) bis zum 5. Mai 2014 bewerben können. Für die Sieger in den Kategorien „Energiehaus des Jahres“ und „Energie-Startup des Jahres“ wartet ein Scheck von jeweils 10.000 Euro. Zudem wird die „Gewerbliche Anlage des Jahres“ und das „Fortbewegungsmittel des Jahres“ ausgezeichnet sowie, erstmals, das „Stadtwerk des Jahres“. Die neue Kategorie trägt der Tatsache Rechnung, dass Stadt- und Gemeindewerke eine Schlüsselrolle in der Energiewende einnehmen: Sie müssen unter anderem die Einspeisung und Abrechnung des Stroms der Eigenerzeuger-Haushalte vornehmen und das Verteilernetz modernisieren, um Konzepte wie „Smart Metering“ und „Smart Grids“ flächendeckend zu realisieren.

 

Die Energy Awards wurden von General Electric sowie dem Handelsblatt initiiert. „Wer das Handelsblatt liest, weiß, dass bei uns die Berichterstattung über die Energiebranche traditionell eine große Rolle spielt. Dort sind wir oft sehr kritisch. Doch wo es angebracht ist, loben und würdigen wir gerne – und genau deshalb sind wir bei den Energy Awards dabei“, erklärt Chefredakteur Hans-Jürgen Jakobs das Engagement des Handelsblatts. Jakobs ist Co-Chairman der Energy Academy.

 

Das Ziel, mit den Energy Awards einen anerkannten Branchenpreis für die Energiewende zu etablieren, wird auf verschiedenen Ebenen verfolgt. Einerseits durch einen prominenten Vorstand, der die Nominierten für die Energy Awards festlegt. Neben Jakobs und Reimelt als Chairmen sitzen Unternehmer- und Managerpersönlichkeiten wie Dr. Georg Kofler (Kofler Energies), Stephanie Schoss (Susi Partners), Matthias Wendel (Dong Energy) oder Matthias Willenbacher (Juwi) im Vorstand. Neue Vorstands-Mitglieder sind ab heute Dr. Frank Schmidt, Leiter des Konzerngeschäftsfelds Energie der Deutschen Telekom, Gonzague Dejouany, Geschäftsführer von EDF Deutschland, sowie Alois Flatz, Partner bei Zouk Capital. 

 

Zudem soll die breite Anerkennung der Awards als Branchenpreis durch einen Ausbau der einfachen Mitglieder der Energy Academy erfolgen, die in geheimer Wahl aus dem Kreis der Nominierten ihren Favoriten auswählen – und so die Sieger bestimmen. Derzeit hat die im Sommer 2013 gegründete Energy Academy schon über 100 namhafte Mitglieder, die sich beruflich mit Aspekten der Energiewende befassen. Diese Zahl soll im Laufe des Jahres auf über 200 ansteigen.

 

Auf institutioneller Seite werden die Energy Awards dieses Jahr von BearingPoint, der Deutschen Telekom und EDF Deutschland als Sponsoren unterstützt. Medienpartner sind Energate, der Nachrichtensender n-tv sowie – mit Blick auf das Energiehaus des Jahres – Bellevue & More bzw. deren Zeitschrift Energiesparen.

 

Unter der Schirmherrschaft
des Bundesministeriums
für Wirtschaft und Energie

Initiatoren

Partner

Kpmg