provedo GmbH

Nominiert in der Kategorie Smart Home 2015

provedo

Aufbauend auf umfangreiche Marktstudien hat „provedo“ die Probleme der großvolumigen Wohnungswirtschaft analysiert. Die Anforderungen an Smart Home Automationslösungen stellen sich relativ homogen dar und zwar unter anderem mit folgenden Kriterien:

• Effizienz hinsichtlich Verbrauchskosten (zum Beispiel Energie)
• Wirtschaftlichkeit und Massenmarkttauglichkeit
• Service und Bedienerfreundlichkeit für den Mieter
• Fähigkeit zur Koppelung der reinen Smart Home Lösung an ergänzende Module aus dem Bereich Ambient Assisted Living, das heißt an Module, die es insbesondere älteren Menschen erlauben, trotz zunehmender altersbedingter körperlicher und geistiger Beeinträchtigungen noch weitere Jahre in ihrem gewohnten sozialen und räumlichen Umfeld zu wohnen.

Aufbauend auf diesen Anforderungen hat „provedo“ eine Smart Home Lösung entwickelt, die genau dieses Anforderungsprofil der Wohnungswirtschaft erfüllt.

• Mit der Smart Home Lösung von „provedo“ wird die Gebäudeautomatisierung massenmarkttauglich: Durch erhöhte Effizienz, Stabilität, Wirtschaftlichkeit, reduzierte Anschaffungskosten, reduzierte Verbrauchskosten, sowie gute Installier- und Bedienbarkeit auf einer patentgeschützten Flachleitungslösung.
• Die „provedo“ Smart Home Lösung adressiert derzeit Heizung, Lüftung, Verschattung, Beleuchtung, Komfort, Sicherheit.

Hinsichtlich energetischer Effizienz ist die Einzelraumtemperaturregelung besonders erwähnenswert.  Die Funktion beinhaltet die automatische Temperaturabsenkung in den einzelnen Räumen. Die Raumtemperatur wird beim Verlassen der Wohnung automatisch abgesenkt. Es besteht die Möglichkeit zwischen kurzer und langer Abwesenheit zu unterscheiden. Entsprechend wird die Temperatur leicht oder stark abgesenkt.

Eine weitere Einsparung von Energie entsteht durch die Kommunikation des Microservers mit dem Vorregelkreis der Heizung im Keller. Dorthin werden die Sättigungswerte der Wohnung übermittelt. Die Energieersparnis entsteht weil der Volumenstrom und die Vorlauftemperatur der Wärmeerzeugung im Keller in Echtzeit an die Bedarfssituation angepasst werden.
Die Kommunikation zwischen Wohnung und Keller erfolgt dabei über ein zum Patent angemeldetes Verfahren zur Datenübertragung in (Bestands)-gegensprechanlagen.

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600.000 Euro kostete die Errichtung des Sunlight-Hauses, ohne  Grundstückskosten. Wieviel Geld die Familie Fasch bei der Übernahme vom einstigen Bauherrn Velux bezahlt hat, möchte sie nicht öffentlich machen. Nur soviel: „Die Energiebilanz haben wir beim Kaufpreis auf der Positivseite einkalkuliert“, so Karina Fasch. Zudem schätzt die Familie die vielen praktischen Eigenheiten. Zum Wäschetrocknen gibt es beispielsweise einen eigenen Wandschrank. Optisch gefiel das den Faschs von Anfang an, da die Leinen nicht offen im Zimmer hängen. Dass die Wäsche hier jemals trocken würde, konnten sie sich nicht vorstellen. Doch Architekt Troy hat das Schrankinnere mit der Belüftungsanlage verbunden, sodass die Feuchtigkeit in Windeseile abzieht. Ungünstige Lagen gibt es nun mal nicht. Es kommt nur darauf an, was man daraus macht.
Troy achtete aber auch auf eine ökologische Bauweise. Das Fundament des Hauses wurde aus Ökobeton gegossen, einem Abfallprodukt aus der Stahlproduktion. Die Fliesen im Badezimmer bestehen zu 80 Prozent aus recycelten Fliesen und die Außenfassade aus unbehandeltem Fichtenholz aus der Region. Das ist praktisch wartungsfrei, es vergraut nur mit der Zeit. Für jedes Produkt, bis hin zum letzten Kübel Farbe, gab es ein Herkunftszeugnis. So konnte Troy errechnen, dass der Bau 54 Tonnen CO2-Emissionen verursacht hat. Diese Summe wird in gut 30 Jahren ausgeglichen sein, da die Eheleute Fasch und ihre zwei Kinder, die das Haus seit September 2013 bewohnen, dort mehr Energie produzieren, als sie verbrauchen.
Zwischen den Dachfenstern wurden Photovoltaik-Paneele und Sonnenkollektoren eingebaut: 43 Quadratmeter für die Stromerzeugung, acht Quadratmeter für die Warmwassererhitzung. „Dabei mussten wir gut planen“, sagt Troy, „die Paneele sind seriell geschaltet, wenn auch nur ein kleiner Teil im Schatten ist, wird kein Strom mehr erzeugt.“ Das mit der Planung hat er offenbar gut hingekriegt, denn die PV-Anlage mit 6,1 Kilowatt Maximalleistung erzeugt jährlich knapp 6500 Kilowattstunden Strom. Um eine Überhitzung der Räume zu verhindern, passen sich Rollläden und Kippöffnungen ständig automatisch an. Und eine Belüftungsanlage ermittelt über einen Sensor die Luftqualität und führt bei Temperaturen von mehr als 14 Grad über die Dachfenster Frischluft von außen zu. Erst bei niedrigeren Temperaturen kommt die Wärmepumpe zum Einsatz.
Sein Entwurf wirkt auf den ersten Blick schlicht, ist aber in den Details enorm ausgeklügelt. Das beginnt beim Lichtkonzept. Wegen der ungünstigen Hanglage war klar, dass die Fensteranordnung typischer Energiehäuser mit großen Fenstern an der Süd- und kleinen Luken an der Nordseite nicht umsetzbar war. Durch Experimente im Lichtlabor der Donau-Universität Krems, einer Glaskuppel von drei Meter Höhe und sechs Meter Durchmesser, fand Troy eine Lösung: ein Satteldach mit integrierten Fenstern und jeweils unterschiedlichen Schrägen auf der linken und rechten Seite. So wird mehr Licht eingefangen als von einem Dach mit einheitlicher Schräglage.
Der Bauherr war die dänische Fensterfirma Velux. Die hatte sich für eine europaweite Initiative zu Modellhäusern der Zukunft ebenjene Parzelle im österreichischen Pressbaum gesichert, einer Gemeinde südlich von Wien. Und tatsächlich gelang es Troy, die Nachteile der Lage komplett auszugleichen.
Ungünstiger geht es kaum. Schmales Grundstück, Nordosthang, dadurch fast immer im Schatten. Warum nur sollte ausgerechnet hier ein lichtdurchflutetes Gebäude mit Vorbildcharakter in puncto Energie- und Ökobilanz entstehen? „Das habe ich mich auch gefragt“, sagt Architekt Juri Troy. „Der Bauherr erklärte, er habe absichtlich ein schwieriges Grundstück ausgesucht. Er meinte, wenn man die Vorgaben hier schafft, dann überall.“