Sieger: VOLABO GmbH

Sieger:

VOLABO GmbH

Den Elektromotor neu erfunden

Die VOLABO GmbH präsentiert einen Elektroantrieb mit dem Titel „ISCAD“. Dieser steht für „Intelligent Stator Cage Drive“. Statt der üblichen Wicklungen setzen die Entwickler des Elektroantriebs bei Volabo Stäbe mit angebundener Leistungselektronik ein. Die Zahl der Pole kann während des Betriebs variiert werden, es entsteht eine Art „virtuelles Getriebe“ und damit einhergehend eine deutlich verbesserte Ausnutzung der bestehenden Batteriekapazitäten. Damit gelingt eine echte Produktinnovation im Umfeld des Elektromotors, der vielen als „ausgeforscht“ galt.
In der dritten Generation erreicht „ISCAD“ eine maximale Leistung von 110 kW. Mehrere Tests erfolgten auf dem Prüfstand. Aktuell wurde der Elektroantrieb in ein umgebautes Fahrzeug eingesetzt, um seine Funktion zu zeigen. Aktuell ist eine Kleinserie geplant und es wird parallel an einem serientauglichen Konzept gearbeitet.
Bereits im vergangenen Jahr gewann die Volabo GmbH den „eMove360° Award“ im Bereich „Powertrain“. Im gleichen Jahr setzte sich das Unternehmen im Final Pitch des „German Accelerators“ durch und löste das Ticket ins Silicon Valley.
Das in Ottobrunn ansässige Unternehmen bietet seit dem Jahr 2016 innovative Antriebe für die Mobilität der Zukunft und ist eine Ausgründung der Universität der Bundeswehr in München. Die Geschäftsführer Florian Bachheibl und Adrian Patzkal sehen sich als Pioniere elektrischer Antriebstechnik und bestätigen ernsthaftes Interesse von Seiten der Industrie. Um eine Marktdurchdringung zu erreichen wird ein strategischer Partner benötigt.

 

door2door

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„MVG Isartiger“ – ÖPNV ohne Takt und feste Route

„Door2Door“ ist eine multimodale Mobilitätsplattform für Städte und Gemeinden. Mit dem Projekt „MVG IsarTiger“ soll in München ein neues Konzept für die urbane Mobilität, und hier insbesondere die letzte Meile auf die Straße gebracht werden. Im Zentrum stehen die beiden Lösungen „Pool-Riding“ und „Insights“. Während Insights die Bedürfnisse analysiert und daraus Empfehlungen für den anschließenden Betrieb ableitet, umfasst „Ridepool“ die notwendige Software zur Steuerung individuell und nutzerorientierter Mobilitätsangebote. Beide Lösungen kommen in dem Münchener Pilotprojekt zum Einsatz.
Der „MVG Isartiger“ ist ein On-Demand Ride-Pooling Dienst, bei dem sich Fahrgäste die Fahrt bei individuellen Abhol- und Zielorten teilen. Der Dienst ist in den Münchner ÖPNV integriert. Die Route wird ständig durch Algorithmen neu berechnet und alle neu hinzugekommenen Buchungen werden einbezogen. Es gibt keine festen Linien und Fahrpläne.
Das dahinter stehende Start-up gleichen Namens, die Door2Door GmbH, wurde im Jahr 2012 von Dr. Tom Kirschbaum und Maxim Nohroudi gegründet. Beide sind gleichberechtigte Geschäftsführer. Die Unternehmensführung wird mit Frank Lieding, CFO und COO, komplettiert. Ein hochkarätig besetzter, vierköpfiger Beirat, dem unter anderem Seriengründer Günther Lamperstorfer und Ex-Opel AG-Vorstand Karl-Thomas Neumann angehören, begleitet die weitere Unternehmensentwicklung. Erklärte Unternehmensvision ist eine Welt ohne private Pkw. Neben dem Headquarter in Berlin unterhält das Unternehmen ein Büro im brasilianischen Porto Allegre.

 

Alstom

Alstom

Die Energiewende auf Schienen

Mit seiner jüngsten Entwicklung beschreitet der französische Schienenfahrzeugbauer Alstom Neuland in Sachen emissionsfreier Regionalverkehr. In einem ersten Schritt übernimmt die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen 14 Züge des „Coradia iLint“, die mit einem innovativen Brennstoffzellen-Antrieb ausgestattet sind und die im Pilotbetrieb im Elbe-Weser Netz eingesetzt werden.
Das Projekt sorgt weltweit für Aufmerksamkeit – die New York Times berichtete – kann es doch die Schadstoff- und Lärmemissionen im größtenteils noch dieselbetriebenen ÖPNV-Netz im regionalen Schienenverkehr erheblich reduzieren. Außerdem lassen sich mit dem „Coradia iLint“ dank verbesserter Energieeffizienz und damit höherer Wirtschaftlichkeit auch Nebenstrecken wirtschaftlich bedienen.
Der „Coradia iLint“ erhielt am 11. Juli 2018 die Zulassung vom Eisenbahn-Bundesamt. Mit dem Wasserstoff-Zug zeigt sich die technische Vorreiterrolle und ein hohes Marktpotenzial, angesichts der vielen nicht elektrifizierten Strecken. Zum Betrieb des Zuges sieht das Unternehmen duale Tankstellen vor, die sowohl Schiene, wie Straße bedienen.
Das französische Unternehmen mit Sitz nahe Paris wurde 1928 gegründet und beschäftigt derzeit rund 34.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 2019 wird Alstom nach einer Ankündigung im vergangenen Jahr mit der Transportsparte von Siemens („Siemens Mobility“) zusammengehen. Der Jahresumsatz des französischen Konzerns lag zuletzt bei rund acht Milliarden Euro.