Alstom

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Die Energiewende auf Schienen

Mit seiner jüngsten Entwicklung beschreitet der französische Schienenfahrzeugbauer Alstom Neuland in Sachen emissionsfreier Regionalverkehr. In einem ersten Schritt übernimmt die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen 14 Züge des „Coradia iLint“, die mit einem innovativen Brennstoffzellen-Antrieb ausgestattet sind und die im Pilotbetrieb im Elbe-Weser Netz eingesetzt werden.
Das Projekt sorgt weltweit für Aufmerksamkeit – die New York Times berichtete – kann es doch die Schadstoff- und Lärmemissionen im größtenteils noch dieselbetriebenen ÖPNV-Netz im regionalen Schienenverkehr erheblich reduzieren. Außerdem lassen sich mit dem „Coradia iLint“ dank verbesserter Energieeffizienz und damit höherer Wirtschaftlichkeit auch Nebenstrecken wirtschaftlich bedienen.
Der „Coradia iLint“ erhielt am 11. Juli 2018 die Zulassung vom Eisenbahn-Bundesamt. Mit dem Wasserstoff-Zug zeigt sich die technische Vorreiterrolle und ein hohes Marktpotenzial, angesichts der vielen nicht elektrifizierten Strecken. Zum Betrieb des Zuges sieht das Unternehmen duale Tankstellen vor, die sowohl Schiene, wie Straße bedienen.
Das französische Unternehmen mit Sitz nahe Paris wurde 1928 gegründet und beschäftigt derzeit rund 34.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 2019 wird Alstom nach einer Ankündigung im vergangenen Jahr mit der Transportsparte von Siemens („Siemens Mobility“) zusammengehen. Der Jahresumsatz des französischen Konzerns lag zuletzt bei rund acht Milliarden Euro.