E.ON SE

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Wärme- und Kälteversorgung in Gebäuden ins Gleichgewicht bringen

Der Klimawandel stellt besonders Städte vor enorme Herausforderungen, denn in Zukunft gilt es nicht nur die Frage nach Wärme im Winter in Nordeuropa zu denken, sondern auch die Kühlung von Gebäuden im Sommer. So wird für Berlin in 100 Jahren ein Klima wie heute in Südfrankreich prognostiziert.
Das Pilotprojekt „ectogrid™“ startete und wurde in der schwedischen Stadt Lund („Medicon Village“) in Kooperation mit dem Forschungszentrum RISE und dem schwedischen Wärmepumpenverband erprobt. Das Ergebnis: Die Energieproduktion wurde um 3/4 gesenkt. Das übergeordnete Ziel des Projekts ist es, ein CO2-neutrales und bezahlbares Versorgungssystem für Wärme und Kälte zu schaffen. Das revolutionäre Energiesystem soll dabei, durch ein Ausbalancieren der Energie im Inneren des Gebäudes, die extern zugeführte Energie reduzieren. So soll der Primärenergieverbrauch eines Gebäudes auf nur 3GWh pro Jahr sinken. Gegenüber herkömmlichen Systemen ergibt sich durch die smarte Verknüpfung verschiedener Technologien ein Einsparpotenzial von rund 20 Prozent und damit eine klimaschonende Wärme- und Kälteversorgung zu bezahlbaren Preisen.
In dem Vorhaben „ectogrid™“ arbeitet E.ON mit der RWTH Aachen und einem Quartiersentwickler derzeit an einer Machbarkeitsstudie für Deutschland, um die Markteinführung als Angebot für Quartierskonzepte vorzubereiten. „ectogrid™“ soll am Markt auch als Contracting- oder Lizenzmodell zur Verfügung stehen.
Der Energiekonzern E.ON SE gehört mit rund 43.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem Umsatz von zuletzt 38 Milliarden Euro und einem Konzernüberschuss von etwas mehr als 1,4 Milliarden Euro zu den Großen vier Energieversorgern in Deutschland. Das Unternehmen investierte im zurückliegenden Geschäftsjahr rund 3,3 Milliarden Euro, vier Prozent mehr als ein Jahr zuvor.