Preisträger 2019/2020

Kategorie 1: Mobilität

Sieger: Dynamic E flow

Dynamic E flow hat eine Lösung entwickelt, mit der Elektromotoren doppelt so viel leisten, ohne dass sich ihre Größe verändert. Hierfür werden hohle Kupferdrähte für die Spule verwendet, durch die Kühlflüssigkeit geleitet wird. So überhitzt der Motor selbst bei hoher Leistung nicht. Die Hohldrahtspulen von dynamic E Flow ermöglichen die Entwicklung kompakter und leistungsstarker Maschinen, durch die verwendete Capcooltech-Methode.
www.dynamiceflow.com

Quantron

Die Quantron AG spricht von einer „E-Revolution im Lastverkehr“. Mit ihrem Konzept des Remanufacturing rüsten die Augsburger in drei Monaten Nutzfahrzeuge von Diesel- auf Elektromotoren um und konzentrieren sich auf die City-Logistik. Aus gebrauchten LKWs, Kleintransportern und Bussen entfernt das Unternehmen den konventionellen Antriebsstrang und ersetzt ihn durch ein neues Elektro-Antriebssystem mit einer Lithium-Ionen-Traktionsbatterie und bereitet das Fahrzeug komplett neu auf. Daneben bietet Quantron die komplette Ladeinfrastruktur von der Ladesäule, über „grünen Strom“ bis zur Fahranalyse-APP, Schulungen für Fahrer sowie das Fuhrparkmanagement an.
www.quantron.net

SolarEdge

SolarEdge entwickelt einen innovativen, einphasigen Wechselrichter mit integriertem E-Ladecontroller für Elektroautos. Der weltweit erste Solarwechselrichter, der auch Elektrofahrzeuge laden kann, bietet dank seines innovativen Solar Boost-Modus eine bis zu 2.5-mal schnellere Ladung als ein Standard-Ladegerät der Stufe 1. Darüber hinaus reduziert er sowohl die Installationszeit wie auch die Kosten. Durch die Integration des E-Ladecontrollers in den Wechselrichter bietet die Lösung erhebliche Kosteneinsparungen, sowohl bei der Hardware als auch beim Personal.
www.solaredge.com


Kategorie 2: Smart City

Sieger: CMBlu Energy AG

Lignin fällt bei der Papierproduktion an, in Millionen Tonnen. Aktuell wird der natürliche Klebstoff, der die Zellulosefasern im Holz zusammenhält, wirtschaftlich nicht genutzt, sondern wenig energieeffizient verbrannt. CMBlu Energy ersetzt mit Lignin das Vanadium als Elektrolyt und entwickelt so auf dem Prinzip der Redox-Flow-Batterie, die Organic-Flow-Batterie. CMBlu Energy gewann den Autozulieferer Schaeffler als Partner und will mit diesem auf der Basis des ersten Protoypen großtechnische Lignin-Energiespeicher entwickeln und industrialisieren.
www.cmblu.de

E.ON: Simris

In der südschwedischen Region Scania stellt E.ON das Dorf Simris auf 100 Prozent erneuerbare Energien um. Die Energie für die rund 150 Haushalte wird von Windrädern mit einer installierten Leistung von 660 Kilowatt (kW) und Photovoltaikmodulen mit 440 kW geschaffen. Die Energieversorgung durch zwei Batterien zusätzlich unterstützt.
Die Herausforderung: Die volatile Erzeugung der Energie im autarken Energienetz muss mit einer Stromqualität von genauer Spannung und Frequenz ausgeglichen werden. Die Kunden vor Ort sind eingebunden und werden zu flexiblen und intelligenten „Prosumern“. Sie erzeugen mit ihren Solar- und Batterieanlagen Energie.
www.eon.com

Green Hydrogen Esslingen GmbH

Green Hydrogen lässt in Esslingen ein neues, klimaneutrales Stadtquartier auf 100.000 Quadratmetern, (die Neue Weststadt) entstehen. 600 Wohnungen, Büro- und Gewerbeflächen sowie die neue Hochschule Esslingen werden hier angesiedelt. Die Partner haben sich im Projekt Green Hydrogen Esslingen (GHE) zusammengeschlossen: Die Stadt Esslingen, die Stadtwerke Esslingen (SWE) und der Energieanbieter Polarstern. Geplant ist unter dem neuen Stadtplatz der Neuen Weststadt einen Elektrolyseur zu bauen, der selbst erzeugten Solarstrom und regionale und überregionale erneuerbare Energien in Wasserstoff verwandelt.
Wichtig ist den Projektpartnern dabei, dass die Herstellung des „Grünen Wasserstoffs“ ausschließlich aus den Überschüssen erneuerbarer Stromquellen erfolgt. Bei diesem Umwandlungsprozess entsteht Wärme, die über ein Nahwärmenetz im neuen Stadtquartier genutzt werden soll.
www.esslingen.de/start/es_themen/eswestp2g2p.html


Kategorie 3: Industrie

Sieger: Enapter GmbH

Scheint die Sonne liefern die Solarpaneele Strom, oft zu viel, aber wie gelingt das Speichern? Klassisch mit einer Batterie, die derzeit als Stromspeicher auf Lithium-Ionen Basis im Markt erhältlich ist. Enapter verzichtet auf Edelmetall und setzt auf Elektrolyseur-Technologie in Verbindung mit einer Brennstoffzelle und Tanks, die den mit einer Solaranlage produzierten Strom über mehrere Tage speichern kann. Vorteil der von Enapter als Grünstrombatterie bezeichneten Speichertechnologie ist Kosteneffizienz und die Erhöhung der Speicherkapazität. Die Enapter Grünstrombatterie kann bis zu 100 kWh Energie speichern und kostet verglichen mit der Lithium-Ionen-Batterie nur rund die Hälfte.
In 27 Ländern sind die Produkte von Enapter in Pilotprojekten im Einsatz.
www.enapter.com

LOOXR GmbH

LOOXR digitalisiert das gesamte Druckluftsystem. Durch maximale Transparenz in der Druckluftkette können Unternehmen dabei unterstützt werden, Energie- und Ressourcenverschwendung aufzudecken und zu beseitigen. Das Angebot umfasst eine „Leckage-App“ und die Software „Looxr Druckluft 4.0“, mit der das Unternehmen den Druckluftmarkt revolutionieren will. LOOXR setzt auf Herstellerunabhängigkeit und erfasst mit seiner Technik reale Messwerte.
www.looxr.de

Technische Universität Dresden

Resofield entwickelt eine Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungs-Anlage (KWKK). Aufgestellt und gebaut wurde diese seit 2017. Die Edeka-Handelsgesellschaft Südwest rüstete eine 1.300 Quadratmeter große Verkaufsfläche um, um den Markt effizienter mit Strom und Wärme zu versorgen. Das Team der Technischen Universität Dresden um Prof. Dr.-Ing. Ullrich Hesse forschte mit den externen Kooperationspartnern Resotec und Edeka in einem Drittmittelprojekt für ein neues Anlagenkonzept zur Kältelieferung im Bereich unter 0°C mittels Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung. Die Idee dahinter war die Betriebsstunden von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) weiter zu erhöhen.
Mit der neuen Anlage kann die Abwärme der Stromerzeugung zur Bereitstellung von Kälte im Bereich unter 0 °C genutzt werden.
www.tu-dresden.de/ing/maschinenwesen/iet/kkt 


Kategorie 4: Start-up

Sieger: Enerthing GmbH

Das Internet der Dinge unabhängig von Batterien machen, das ist der Plan des Start-ups Enerthing. Dazu entwickelte das Team von Enerthing Photovoltaikfolien, die das künstlich erzeugte Licht in Gebäuden zur Stromgewinnung nutzen. Das zweite Standbein ist die Entwicklung von Asset Tracking-Anwendungen und Indoor Navigation, etwa mit den sogenannten EnerBeacons. Die Photovoltaikfolien von Enerthing sind so leistungsstark, dass sie IoT-Geräte mit Sendern, Empfängern und Sensoren zuverlässig mit Energie versorgen können. Damit entfällt der regelmäßige Austausch von Batterien. Die Anwendungsgebiete sind vielfältig und reichen von Smart Home, über Personen- und Produkte-Tracking, intelligente Landwirtschaft, Monitoring in der Industrie, Wearables bis hin zu Smart Metering.
www.enerthing.com

Node.energy

Node.energy verschafft seinen Kunden mittels einer Software den Überblick über den komplizierter werdenden Energiemarkt. Denn mit der Energiewende entstehen in Deutschland immer mehr dezentrale Energieerzeuger, deren Vernetzung noch eine hohe Hürde darstellt. In Industrie, Gewerbe und Wohnungswirtschaft wird durch diese Komplexität die Energiewende ausgebremst, daher entwickelt das Start-up eine Software mit der das kaufmännisch-regulatorische Management dezentraler Energiekonzepte zum Kinderspiel wird. Node.Energy will mit seiner Software die Verwaltung dieser sogenannten Microgrids vereinfachen.
www.node.energy

gridX

Alles aus einer Box: Den Stromverbrauch im eigenen Haus messen, analysieren und Vorschläge zum Energie sparen erhalten. Das ist die Ursprungsidee hinter der Box des IoT-Dienstleisters gridX. Dazu bietet das Unternehmen, das 2016 gegründet wurde, einen eigenen Ökostromtarif an. Und so funktioniert dort die „gridBox“: Sie ist der intelligente Energiemanager, der die Nutzung des selbsterzeugten Stroms optimiert. Im Rahmen des sogenannten „Smart Charging“ – Projekts überwacht die Box vollautomatisiert den Energiefluss im Haus und maximiert den Autarkiegrad. In Zeiten hoher Sonneneinstrahlung kann das Gebäude also einen großen Teil seines Strombedarfs aus der eigenen Solaranlage decken. Die entwickelte Lösung bietet innovative Möglichkeiten zur Integration von E-Autos und Ladesäulen. Die damit verbundenen Algorithmen von gridX schaffen ein dynamisches Energiemanagement und sorgen somit für einen reibungslosen Hotelbetrieb unter Einbeziehung der Ladeeinrichtungen und Erzeugungsanlagen.
gridx.de